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CDU fordert neues Gutachten
Frechen. Die Pläne zur Verlegung des Kölner Großmarktes nach Marsdorf werden immer konkreter. Nun hat die Stadt Köln ein Verkehrsgutachten vorgelegt, das die Zahlen für den Zeitraum nach 2020 beinhaltet. Damit liegen nun auch Werte für die Gegend um Marsdorf dem künftigen Standort des neuen Großmarktes vor. Die Stadt Köln rechnet mit 3.600 Fahrten zusätzlich pro Tag. Hauptsächlich verteilt auf die Nacht- und Morgenstunden, heißt es im Gutachten. Die künftige Entwicklung leitet die Stadt Köln aus dem Vergleich mit dem Großmarkt Frankfurt ab. Dieser wurde 2004 fertig gestellt und er sei ähnlich in Größe und Versorgungsbereich. „Wir halten die im Kölner Gutachten enthaltenen Zahlen für zu niedrig, da am heutigen Standort zwischen 5000 bis 10000 Fahrten täglich gemessen wurden.“ so die Fraktionsvorsitzende der CDU-Frechen Susanne Stupp. Deshalb beantragt die CDU-Frechen den Standort unter Verwendung der heutigen Zahlen des Kölner Großmarktes auf Plausibilität zu prüfen. „Schließlich soll ja nicht der Frankfurter sondern der vorhandene Kölner Großmarkt umgesiedelt werden!“
Die CDU-Frechen befürchtet, dass vor allem durch den Nachtverkehr am Frischezentrum die umliegenden Wohngebiete in den Stadtteilen Bachem, Frechen-Mitte und Königsdorf zusätzlich belastet werden. „Um unsere Bürger und unsere Wirtschaftsbetriebe zu schützen, fordern wir als Ergebnis dieser Studie, keine Großlogistik im Untersuchungsraum anzusiedeln dazu zählen wir auch das Kölner Frischezentrum“, so Susanne Stupp.
Denn insgesamt rechnet das vorliegende Gutachten mit einer erheblichen Zunahme des Verkehrs im Kölner Westen und in den angrenzenden Städten Hürth, Frechen und Pulheim. Demnach werde mit knapp 120.000 Autos pro Tag zusätzlich zur jetzigen Situation gerechnet, 55.000 PKW und 62.500 LKW-Fahrten. „Schon jetzt sind die Autobahnen und Straßen rund um Köln und Frechen in Spitzenzeiten überlastet. Steigt die Zahl wirklich so dramatisch an, droht uns ein Verkehrsinfarkt“, ist sich Stupp sicher. Erst vor kurzem kam der Verkehr auf dem Kölner Autobahnring durch zwei Unfälle komplett zum Erliegen. „Da haben alle gesehen, was es heißt, wenn sich zehntausende Autos über die Umgehungsstraßen quälen. Der Verkehr kam vollständig zum Erliegen“. Die Situation ist verfahren und wird sich auf lange Sicht wohl nicht verbessern. Denn die rot-grüne Landesregierung hat dringend erforderliche Umgehungsstraßen in der Region aus der Prioritätenliste gestrichen.
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