|
Zur Kritik von Herrn Andreas Neyen von der Frechener Ratsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN zum Baufortgang der Ortsumgehung Buschbell nehme ich mit diesem
O F F E N E N B R I E F
Stellung
Ortsumgehung Buschbell
Sehr geehrter Herr Neyen,
ich kann ja verstehen, dass es Sie tief traurig macht, dass Ihre ganze mit Vehemenz und ideologischem Eifer vorgetragene Kritik an dem Vorhaben der Ortsumgehung Buschbell so völlig an den Realitäten und Empfindungen der Buschbeller Bevölkerung vorbei geht.
Aber auch Sie sollten nun endlich und abschließend zur Kenntnis nehmen, dass zum Lärmschutz der Bewohner der Ulrichstraße die Ortsumgehung Buschbell wie von der Kreisverwaltung vorgeschlagen, von der überwältigenden Mehrheit der Politik und der Bevölkerung in Frechen getragen und begr0ßt, vom Kreistag beschlossen, von Verwaltungs- und Oberverwaltungsgerichten bestätigt, tatsächlich kommt. Und Sie wissen so gut wie jeder am Verfahren Beteiligte, dass dieses gute und richtige Bauvorhaben in verschiedenen Bauabschnitten geplant und durchgeführt wird. Nachdem der Kreistag die Mittel für den Bau der Unterführung unter der Autobahn bereitgestellt hatte wurde dieser erste Bauabschnitt durchgeführt.
Eine spätere Durchführung hätte den Steuerzahler im Rhein-Erft-Kreis rund das 10-fache von dem gekostet was die jetzige Lösungen dieses Bauabschnittes gekostet hat. Die Gelder für den Grunderwerb für die Straßenführung sind im Laufe der vergangenen Jahre häufig mit Zustimmung oder bei Enthaltung der Vertreter von Bündnis 90/DIE GRÜNEN in den Ausschüssen und im Kreistag bereit gestellt worden. Und ich hatte mich - neben den sachlich- finanziellen Notwendigkeiten - auch im Kreistag stark dafür gemacht, dass die Schallschutzwand als 2. Bauabschnitt des Gesamtvorhabens realisiert wurde. Diese Schallschutzwand ist von Anfang an geplant worden. Sie ist auch im Interesse des Lärmschutzes der Bewohner des Kaskadenweges zwingend und unbedingt erforderlich. Eine Ortsumgehung ohne Schallschutzwand an dieser Stelle würde für die Bewohner des Kaskadenweges zu einer unerträglichen Lärmbelästigung führen.
In der Tat ist noch nicht bis auf den letzten Quadratmeter alles Bauland für die Straßenführung erworben worden. Dies ist betrüblich; besonders weil die Bewohner der Ulrichstraße weiter und länger unter nur schwer zu ertragendem Verkehrslärm leiden müssen. Dafür können sie sich bei einem Teil der bisherigen Baulandeigentümer „bedanken“. Vor dem Hintergrund der sicherlich nicht einfach zu führenden Landerwerbsverhandlungen haben wir uns im entsprechenden Ausschuss und im Kreistag letztendlich für das derzeitige Enteignungsverfahren entschieden. Dabei hoffen wir, dass letztlich auch mit diesem Schritt die Realisierung der Ortsumgehung Buschbell beschleunigt wird. Es ist für die Menschen an und rund um die Ulrichstraße schlicht nicht länger zuzumuten mit dem derzeitigen Verkehrslärm zu leben. Die überwältigende Mehrheit im Kreistag des Rhein-Erft-Kreises wie auch der Landrat mit seiner Kreisverwaltung sind nach wie vor unerschütterlich des festen Willens, die Ortsumgehung Buschbell zu bauen.
Wie Sie vor diesem Hintergrund unken und vermuten wollen, dass die Ortsumgehung Buschbell vor dem baldigen „Aus“ stünde, wird wohl eines Ihrer unergründlichen Geheimnisse bleiben. Mit der Realität hat es auf jeden Fall nichts zu tun. Daher sollten Sie und Ihre Frechener Fraktionskolleginnen und kollegen Ihre Minderheitenposition einsehen und möglichst bald zur konstruktiven Mitarbeit bei der Baudurchführung der Ortsumgehung gelangen. Einen solchen Schritt helfend zu begleiten möchte ich ausdrücklich anbieten und verbleibe
mit freundlichem Gruß
Jochen Naumann
CDU-Kreistagsabgeordneter
|